Heute feiert eine große Zahl an Kindern (und Erwachsenen) den Tod. Oder eben nicht. Manche wollen ihn vertreiben und wiederum andere machen einfach mit, weil es ihre Freunde auch machen. Gruselig verkleidet laufen sie von Haus zu Haus um Süßigkeiten zu ergattern (als hätten sie nicht schon genug zuhause 😉). Manch einer wird von der Mama begleitet, weil die Furcht in der Dunkelheit zu groß ist. Andere haben Freude beim Erschrecken der Freunde. 💥

Wenn Kinder Großeltern/Eltern/Tante/Onkel/Geschwister/Freunde verlieren, werden sie vor dem Anblick des Toten geschützt. “Bloß nicht!” warnt das Umfeld. “Die machen jetzt schon genug mit. Das verstört sie nur.”. Zur Trauerfeier werden sie auch nicht mitgenommen, denn “…da weinen doch alle.”. Über die Todesursache sprechen wir am Besten auch nicht. “Ich will meinem Kind nicht die heile Welt nehmen.”. 🧐

Das Kind soll geschützt werden. Geschützt vor dem Tod – der uns tagtäglich begegnen kann. Der Tod, welcher zu unser aller Leben dazu gehört. Wir können ihm nicht entkommen. Doch Kinder sollen in der friedvollen Blase bleiben. Kein Leid, kein Schmerz, keine Traurigkeit. 🔥

Als Erwachsene dürfen sie dann endlich lernen damit umzugehen und das ist oft ein hartes Lernen, weil sie früher geschützt wurden. Ein falscher Schutz zum Leid des Kindes/Erwachsenen. Nachhaltig kann diese Vorsicht tiefe Wunden im Herzen und in der Seele des Kindes hinterlassen. 💯

Jährlich am 31. Oktober zieht das Kind gruselig verkleidet mit seinen Freunden um die Häuser. Es ist schließlich Halloween und “nur Spaß”. 💫

Ein Tod, der zum Leben dazu gehört muss nicht vertrieben werden. Ich würde mir wünschen, dass die Offenheit die diesem Fest entgegengebracht wird – auch beim Tod eines Angehörigen zum Vorschein kommt. ❤

Liebe & Vertrauen.
Anna.