Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie Eltern ihren Kindern den Verlust eines Menschen näherbringen können, wenn das Kind noch keinerlei Berührungspunkte mit dem Thema Sterben, Tod & Trauer hatte. 💫

Es gibt Familien in denen Kinder mit dem Thema von Anfang an konfrontiert werden, zum Beispiel weil jemand schwer krank ist, der Beruf der Eltern das mit sich bringt oder vor bzw. direkt nach der Geburt jemand gestorben ist. Andere Familien wiederum haben über viele Jahre hinweg keinen Sterbefall im näheren Umfeld. Viele Menschen können über dieses Thema aufgrund negativer Erfahrungen, die sie damit gemacht haben, nicht sprechen. 🌱

„Lauft mit euren Kinderm doch einmal über den Friedhof.“ Diesen Tipp gebe ich beim „Kinder trauern anders“ Workshop. Verständnisvolle aber auch irritierte Blicke erreichen mich. Für die einen völlig selbstverständlich. „Mein Kind geht immer mit zum Gräber gießen.“ Für andere ein absolutes No-Go. „Das muss jetzt noch nicht sein.“ 💥

Jeder, der geboren wird, muss auch sterben. So ist der Kreis des Lebens. Wenn wir als Erwachsene offen und neutral damit umgehen, tun es auch unsere Kinder. Der Tod ist nichts Fürchterliches. Er tut weh und schmerzt. Jede Träne ist ein Ausdruck von Liebe. Das dürfen unsere Kinder lernen, zum Beispiel indem sie den Friedhof kennenlernen und all ihre Fragen beantwortet werden. Das Buch „Abschied, Tod und Trauer“ kann dich dabei unterstützen. Weitere Buchempfehlungen gebe ich dir beim Workshop mit. ❤

Es ist ein großer Vorteil, wenn dein Kind in den ersten Lebensjahren davon gehört hat. Dann tust du dich leichter, im Fall der Fälle, darüber zu sprechen. Es kann jeden Tag ein Mensch im näheren Umfeld sterben – auch wenn er noch keine 85 ist. 💯

Liebe & Vertrauen.
Anna. 🥳