Warum tue ich das, was ich tue? Warum fällt es mir so leicht bis in die Nacht am Schreibtisch zu sitzen? Warum gebe ich all meine Liebe und Hingabe in dieses Business?

Weil Trauer einen Platz in der Mitte der Gesellschaft braucht. Sie gehört zu unserem Leben wie das Lachen und die Freude. Alles hat seine Zeit. Niemals käme auch nur ein Mensch auf die Idee zu sagen “Hör auf so fröhlich zu sein. Das muss jetzt wieder gut sein.

Trauer überfordert die Menschen. Wir entschuldigen uns, wenn wir weinen. Warum?

Sterben, Tod & Trauer – Themen, welche nicht nur für Menschen im akuten Trauerfall eine Rolle spielen. Oftmals werde ich um Hilfe gebeten, wenn es darum geht trauernde Angehörige zu begleiten. “Anna, ich weiß einfach nicht, wie ich mit ihr umgehen soll – was soll ich machen?” – über solche Nachrichten freue ich mich. Es zeigt mir, dass die Menschen nicht wegschauen sondern helfen wollen und sich Tipps holen. Ebenso bin ich für Trauernde da und für Leute, die ihre Liebsten auf dem letzten Lebensweg begleiten müssen.

Und all die Dankbarkeit, die Liebe und das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wird – lässt mich weiterhin offen und mutig vorangehen. Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Wie sagte vor Kurzem eine Teilnehmerin des “Kinder trauern anders”-Workshops? “Ich finde deinen Umgang und deine offene Haltung mit diesem Thema sehr bewundernswert.” Für mich ist es selbstverständlich.

Meine Vision ist für euch, für unsere Gesellschaft, für dich. Lasst uns der Trauer einen Platz in unserer Mitte geben.