Frage #6: “Trauerfeiern sind bestimmt keine schöne Aufgabe.” diesen oder auch ähnliche Sätze höre ich immer wieder. Und ja, klar ist es keine Aufgabe die immer leicht ist. Aber es gehört zu meinem Beruf und es macht mir tatsächlich “Spaß”. Ich habe es mir nicht zugetraut, wurde aber dann quasi “ins kalte Wasser geschmissen” und nachdem es gut geklappt hat und ich nicht in Tränen ausgebrochen bin, habe ich es in meine Angebote mit aufgenommen. Es tut gut, Menschen zu helfen, die sich in einer schwierigen Zeit befinden. Mein Ziel ist es immer eine Trauerfeier so zu gestalten, wie es sich der Verstorbene gewünscht hätte – und natürlilch auch, wie es sich die Hinterbliebenen vorstellen. Sie soll etwas ganz Besonderes und gleichzeitig persönlich sein. Daher befrage ich auch gerne Freunde des Verstorbenen. Bei meiner letzten Trauerfeier habe ich zum Beispiel den Freunden die Aufgabe gegeben, einen Song rauszusuchen, der zum Verstorbenen gepasst hat. Das hat alles sehr persönlich gemacht. Gerade bei jungen Menschen gehe ich auch auf die Trauerarbeit in den sozialen Medien ein und guck, was ich daraus in meine Rede mit einbauen kann. Für viele unverständlich, diese Trauerarbeit auf Facebook, Instagram & Co., aber sie gehört in unsere heutige Zeit und darf nicht außer Acht gelassen werden. Der Vorteil einer/eines Freien Rednerin/Redners ist, dass tatsächlich alles erlaubt ist und keine (jedenfalls großen) Einschränkungen vorhanden sind. Keine “verbotenen” Lieder, kein bestimmter Ablauf an den man sich halten muss, … ! Und das ist genau in dieser Phase wichtig. Es soll genau so sein, wie es gut tut. Genau deshalb ist es wichtig eine große Freiheit in der Gestaltung zu haben.